Herzlich willkommen

auf den Internetseiten des
Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin
am Klinikum der Universität München - Standort Großhadern


 
       

Das Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin (IZP) entstammt einer gemeinsamen Initiative der Klinik für Anästhesie (Direktor: Prof. Dr. Bernhard Zwißler), der Medizinischen Klinik III (Prof. Dr. W. Hiddemann) und der Neurologischen Klinik (Prof. Dr. Marianne Dieterich) sowie des Christophorus Hospiz Vereins e.V., München (CHV).

Zwei seit 1999 bestehende Einrichtungen: die Interdisziplinäre Palliativmedizinische Einrichtung (IPE) am Klinikum der Universität und die Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit (APPH) des CHV bilden gemeinsam das IZP, welches mit Fördermitteln der Deutschen Krebshilfe e.V. und des Freistaates Bayern gebaut werden konnte.

Klinische Versorgung
Mit dem Fortschreiten einer nicht heilbaren Erkrankung leiden Patienten oft unter Schmerzen und anderen Symptomen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Verwirrtheit). Außerdem kann die Lebensqualität durch psychische, soziale und spirituelle Sorgen beeinträchtigt werden. Ziel der Betreuung ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität der Kranken durch schmerz- und symptomlindernde Therapie, um ein erfülltes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen.
Der Palliativmedizinische Konsiliardienst (Ärzte, Pflege, Sozialarbeiter, Seelsorger) bietet eine Mitbetreuung von Patienten während des stationären Aufenthaltes auf allen Stationen des Klinikums an.
Auf der Palliativstation (L23) werden Patienten betreut, deren medizinische und psychosoziale Situation eine intensivere Begleitung durch ein spezialisiertes Team (Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Seelsorger, Physio-, Atem- und Psychotherapeuten) notwendig macht.
Die Station ist keine Einrichtung der Dauerpflege. Vorrangiges Ziel ist es, eine Weiterbetreuung zu Hause oder in einer anderen (Pflege-) Einrichtung, z.B. einem Hospiz zu ermöglichen.
Auch das Ambulante Palliative Care Team besteht aus Ärzten, Pflegefachkräften und Mitarbeitern der Sozialen Arbeit. Im Rahmen der SAPV (= Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung) werden Patienten, die unter besonders schweren Symptomen leiden, in ihrem häuslichen Umfeld begleitet.

Forschung und Lehre
Als universitäre Einrichtung nimmt das IZP die Aufgaben der Forschung und Lehre in der Palliativmedizin wahr. Seit 1.5.06 besteht an der LMU ein Stiftungslehrstuhl für Palliativmedizin. Die derzeitigen Forschungsaktivitäten des IZP gliedern sich in folgende Bereiche: Lebensqualität, Lebenssinn, Symptomkontrolle, Versorgungsforschung, Psychosoziale Begleitung, Seelsorge und Spiritualität, Patientenverfügungen, Ethik und Recht in der Palliativmedizin, Education
Wissenschaftliche Kooperationen bestehen u.a. mit der Columbia University, New York, der Harvard University, Boston, sowie dem King’s College, London.
Im Bereich der Lehre hat die Universität München zum WS 2003/04 zum ersten Mal in Deutschland Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach ins Medizinstudium integriert. Die Studierenden werden in drei Schritten in die Palliativmedizin eingeführt: im 3. Semester (Aufklärung und Arzt-Patienten-Kommunikation), im 6. Semester (psychosoziale und spirituelle Grundlagen der Palliativmedizin) und im 9. Semester (Symptomkontrolle und Schmerztherapie).

Fort- und Weiterbildung
Die angemessene Versorgung und Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen erfordert von den Betreuenden Spezialwissen und die Fähigkeit zu berufsgruppenübergreifender Zusammenarbeit.
Für Fachkräfte aus Medizin, Pflege, Sozialer Arbeit und Seelsorge führt die Akademie alle Qualifizierungskurse durch, die nach den Rahmenvereinbarungen zum § 39a SGB V gefordert werden. Die Ärztekurse entsprechen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und der (Muster-) Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer zur Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin.
Mit dem Wechsel in das universitäre Zentrum erreicht die Akademie wichtige Ziele: Zusätzlich zu ihren ambulanten Wurzeln wird sie nun sowohl klinisch als auch wissenschaftlich eingebunden. Ein derart enger Praxis-Theorie-Praxis-Transfer ermöglicht eine besonders umfassende, den wachsenden Anforderungen des innovativen Arbeitsfeldes gemäße fachliche Schulung.

Besondere Projekte

Flyer

Hier finden Sie den Flyer des Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin zum Download.

   

Definition Palliativmedizin
Palliativmedizin dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit den Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und tadellose Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Natur.
Definition der Weltgesundheitsorganisation 2002